Warum ist Spam so teuer?


Spam erzeugt neben den ganz offensichtlichen Kosten, jede Menge verdeckter Kosten. Der zeitliche und finanzielle Aufwand, die Spamflut einzudämmen oder zumindest zu mindern, ist weitaus kostenintensiver, als Spam zu produzieren. Der größte Anteil an Spammails wird aus sog. Botnetzen versendet. Diese Botnetze bestehen zumeist aus PCs, die von irgendeinem Computervirus oder Computerwurm befallen sind. Fremde können mithilfe weiterer Maschinen diese infizierten PCs steuern. Ein erheblicher Teil dieser gekaperten PCs wird nun zum versenden von Spam genutzt. Das versenden von Spam über solche Botnetze ist spottbillig und das Sendepotential ist riesig. EinBeispiel: Ein bekanntes und großes Botznetz ist das Srizbi Botnet. Man schätzt die Sendekapazitäten des Srizbi Botnetzes auf bis zu 60 Milliarden E-Mails pro Tag.

Nun ist der Empfang von Spammails und Phishingmails für Privatpersonen schon Ärgernis genug. Für Firmen mit vielen Mitarbeitern, kann das zu einem echten Kostenfaktor werden. In kleineren Umgebungen werden meistens auf den Arbeitsstationen der Mitarbeiter Spamfilter installiert. Diese filtern heutzutage auch gar nicht schlecht. Trotzdem muss man immer noch von Hand die aussortierten Mails überfliegen und löschen. Zudem besteht immer noch die Gefahr durch eine Email von einem Computervirus oder Computerworm infifiziert zu werden.

In größeren Umgebungen kommen häufig eigene, firmeninterne Mailserver ins Spiel. In vielen Fällen werden schon dort Spamfilter installiert. Diese Lösung ist besser - aber noch immer nicht optimal:
  • Sie empfangen weiterhin Spam.
  • Sie laufen Gefahr, Schadsoftware ins System zu lassen.
  • Sie müssen ein weiteres Softwaresystem managen.
  • In großen und komplexen Umgebungen kann dadurch Bedarf an Schulung entstehen.
  • Je nach Lösung haben Sie zu einmaligen Anschaffungskosten noch laufende Kosten.
  • In Umgebungen, wo hunderttausende oder gar millionen E-Mails gefiltert werden müssen, kann zusätzlicher Bedarf an Rechenleistung entstehen (und damit auch Energiekosten).
  • Nicht selten werden Filterregeln bewusst gelockert und Spam erreicht noch immer die Mailboxen der Mitarbeiter.
Vor wenigen Jahren noch war auch der verbrauchte Traffic ein Argument, was allerdings im Zeitalter von A/SDSL Flatrates kaum noch ein Thema ist.

Schönes Marketing, aber wo sind nun die verdeckten Kosten?

Die verdeckten Kosten liegen in Spam E-Mails, die Ihr System erreichen. Jede E-Mail, die von einem Mitarbeiter persönlich behandelt werden muss, kostet Zeit. Im Idealfall ist eine E-Mail etwas Seriöses, was die Arbeit eines Mitarbeiters betrifft. Im schlimmsten Fall fällt ein Mitarbeiter auf eine Phishingmail herein und mit etwas Pech ist das halbe Netzwerk infiziert (Wir haben Aussagen wie unsere Virenscanner sind immer aktuell genauso oft gehört, wie wir solche Netzwerke säubern mussten).

In solchen Fällen, z.B. nach einem Virenbefall, entstehen weitere Unkosten: Supportpersonal, Zeitverlust durch Neuinstallationen, Verseuchung von Backups und im schlimmsten Fall sogar durch Datendiebstahl. Diese Punkte werden gerne belächelt, bis es dann passiert.

Zudem benötigt jede nicht erwünschte E-Mail Ihre Zeit. Das kann, je nach Talent des Spammers Minuten dauern (Hey, ich hab da so eine komische E-Mail). Oder nur eine halbe Sekunde. Dazu kommt die Zeit, die man braucht, in sein E-Mailfach zu schauen, 20 Spammails zu löschen und mit seiner eigentlichen Arbeit weiterzumachen. Wenn ein Mitarbeiter konzentriert einer Aufgabe folgt, braucht er die Zeit die Mails zu sichten und wieder in seinen Arbeitsprozess zu finden. In einem 3-Personen Handwerksbetrieb mag das eine vernachlässigbare Größe sein. In einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern kann das richtig Geld kosten.

Probieren Sie es aus und rechnen Sie es einfach mal nach.

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